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INTERVIEW WITH ROLAND REBER

Buch und Regie

Wie entstand die Idee zum Film?

Ich wollte dieses Jahr unbedingt einen Film machen. Und möglichst so fertig werden, dass wir die Einreichungsfrist für die Hofer Filmtage nicht verpassen. Die Hofer Filmtage sind mir sehr wichtig und für mich so etwas wie ein Gradmesser für die Qualität des Filmes. Deshalb möchte ich auch diesen Film Heinz Badewitz widmen, dem ich mich sehr verbunden fühle. Und ich glaube, dieser Film hätte ihm gefallen.

Sie haben einen eigenen Weg des Filmemachens und –Produzierens. So sind die Schauspieler häufig auch in anderen Bereichen des Filmemachens involviert – wie z.B. bei Schnitt, Kamera, Drehbuch, Produktion etc. Wie sieht diese Arbeitsweise aus?

 

Das ist eine Unterstellung, dass ich eine besondere Arbeitsweise hätte. Meine Arbeitsweise – wobei ich es nicht als Arbeit bezeichne- ist ganz einfach: Let it be! D.h. ich überlasse den Schauspielern und der Bildgestaltung, die ich als Künstler sehe und nicht als Erfüllungsgehilfen, die Aufgabe ihre Rolle bzw Bilder selbst zu gestalten. Ich erwarte von einem kreativen Künstler seine eigene Interpretation, sonst könnte ich die Rolle ja selber spielen. Ich sehe mich eher als Dirigent, der die Solisten lediglich koordiniert und zu einem harmonischen Orchester zusammenführt. Das ist meine Definition von Team-Work.

Es heißt zwar immer -gegen meinen Willen, das möchte ich ausdrücklich betonen - ein Roland Reber Film, aber es ist ein Gemeinschaftswerk.

In der Filmindustrie ist es immer mehr zu einer Spezialisierung gekommen. Viele Kollegen meinen, es müsste eine Teilung der künstlerischen, technischen und verwaltungsbedingten Positionen geben. Dieser Meinung bin ich nicht. Kreativität ist nicht teilbar, sondern ein holistischer Vorgang. Wir sind kein Konzern, der Filme produziert, sondern Filmemacher. Filmemacher machen Filme. Und das ist eben ein ganzheitlicher Prozess – und einer der Spaß macht.

 

Sie machen ihre Filme ohne öffentliche Fördermittel oder Senderbeteiligung. Hat das einen bestimmten Grund?

Ja. Förderung annehmen ist sich in die Zwangsjacke von Richtlinien zu begeben. Man kriegt Geld für eine gewisse Zeit und ein gewisses Projekt, ist dann aber den Geldgebern vollkommen ausgeliefert. Zum Schluss bleibt vom eigenen Film nichts übrig, außer der Titel und dass man sich Produktionsfirma nennen darf.

Wir machen Filme mit geringem Budget, so dass wir selber produzieren können und somit haben wir immer die volle Autorität über das, was wir machen. Wir nutzen unser eigenes Equipment, von der Produktion über Postproduktion bis zur Vermarktung machen wir alles selber. So kann uns niemand reinreden und das gibt uns die Freiheit, spontan und kreativ zu sein.

 

Was ist für Sie das zentrale Thema des Filmes?

Das Leben. 

 

INTERVIEW WITH ANTJE NIKOLA MöNNING

Rolle: NIKKI / Drehbuch / Musik / Regieassistenz

 

Erzählen Sie etwas über die Rolle der NIKKI.

NIKKI steht für mich in der Tradition des „nackten Narren“, der ungeniert und lustvoll das bloßlegt, was Andere eher verbergen möchten. Ihre große Freiheit besteht darin, dass es sie  nicht kümmert, was andere Menschen darüber denken. Sie ist einfach, was sie ist, und freut sich darüber, so wie sie auch das Leben selbst mit Humor nimmt. Diese positive Grundhaltung verbindet mich mit ihr. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die eigenen negativen Gedanken oft viel zerstörerischer sind als die Situation, die sie ausgelöst haben. Man kann sich mit seinen Ängsten und Sorgen im Kreis drehen, was oft nichts an der Lage ändert, oder man kann diese Energie dafür nutzen, das Beste daraus zu machen. So begegnet auch NIKKI den Menschen, selbst wenn diese gerade unzufrieden sind oder ihr traurige Geschichten erzählen.

 

Wie waren die Dreharbeiten für Sie?

Die Dreharbeiten waren stressig, aber mir haben sie Spaß gemacht. Stressig deswegen, weil wir einen sehr knappen Zeitplan hatten, ich manchmal noch einen der Schauspieler als weitere Stimme  für den Männerchor aufnehmen und direkt danach wieder vor die Kamera hüpfen musste und mir noch während der Drehzeit selber Texte geschrieben habe. Und schön war es, weil ich selber oft über die lustigen Szenen lachen musste, die wir uns  ausgedacht hatten. Es war toll zu erleben, wie die einzelnen Schauspieler ihren Texten Leben eingehaucht und sie kreativ mitgestaltet haben. Auch die Statisten, die z.B. für das „Lied der Jana“ zum ersten Mal vor der Kamera standen (und dann gleich nackt!), haben sich mit viel Spielfreude auf unsere Art, einen Film zu machen, eingelassen. Insgesamt haben alle sowohl vor als auch hinter der Kamera auf unkonventionelle Weise viel dazu beigetragen, dass am Ende der Film entstanden ist, den wir uns vorgestellt hatten.

 

Sie komponieren auch die Filmmusik. Wie entstand die Idee zur Musik?

Ich komponiere eigentlich das ganze Jahr über, selbst wenn wir gerade keinen Film planen, einfach, weil ich so viele Ideen habe. Das Lied „Schlag mich“ entstand z. B. schon vor über einem Jahr und war meine Antwort auf „Fifty Shades of Grey“. Mich hat es so aufgeregt, dass die weibliche Hauptrolle den ganzen Film über nur gequält und leidend gewirkt hat, dass ich mal aus der Sicht einer Frau schreiben wollte, die  freiwillig, selbstbestimmt und mit Freude einen Mann regelrecht anfleht, sie zu schlagen. Da gab es also das Lied schon vor dem Drehbuch und wir haben es dann eingebaut. Aber natürlich habe ich auch Musik speziell für diesen Film komponiert, nachdem wir ungefähr wussten, was für Geschichten wir erzählen wollten. Wenn mich etwas inspiriert, fällt mir meistens sehr schnell  ein Lied oder eine Melodie dazu ein. Beim „Lied der Jana“, in dem eine Frau von einem Mann zum Anderen wandert, habe ich einen schon vorhandenen Text von Roland vertont, nachdem Mira eine Szene dazu eingefallen war.

 

Sie haben Ihre Rolle selbst geschrieben. Wie entstand das Drehbuch?

Das Drehbuch entstand als ein Gemeinschaftswerk. Am Anfang äußerte Roland den Wunsch, einen nicht-narrativen, nicht erklärenden Film zu machen. Es sollte um das Leben gehen. So sammelten Roland, Mira, Marina und ich auf zahlreichen gemeinsamen Autofahrten erst einmal Ideen zu dieser Vorgabe. Mich interessierten die Spielmöglichkeiten einer Figur, die weder auf der Suche nach etwas ist noch sich erkennen muss wie die Lucy in ENGEL MIT SCHMUTZIGEN FLÜGELN, sondern die einfach IST und das Leben in vollen Zügen genießt. Außerdem fand ich es gut, mal eine Frau zu zeigen, die gerne Schwänze lutscht und Sperma schluckt und trotzdem ein entspanntes Verhältnis zu Jesus hat, ganz frei von Schuld-und Schamgefühlen. Und natürlich wollte ich so oft wie möglich so nackt wie möglich sein, schließlich bin ich Exhibitionistin. Damit war die Rolle der NIKKI geboren.                                                                                                                                       Die beste  Plattform für den seelischen Exhibitionismus bietet heute das Internet. Also dachten wir uns, dass NIKKI einen Videoblog betreiben könnte und dafür durch die Gegend fährt, um Menschen zu interviewen. Als Mira dann alle Theaterstücke, Romanfragmente und Gedichte durchforstete, die Roland von den Siebzigern bis heute geschrieben hatte, fiel uns auf, wie hochaktuell manche der Themen wieder (und immer noch) sind. Roland hat so vielen Menschen in seinen Texten eine Stimme gegeben, dass uns die verschiedensten Charaktere dazu einfielen. NIKKI wurde als Interviewerin zum Bindeglied zwischen den einzelnen Geschichten. Roland führte uns bei der Ideenfindung und sortierte diese, Mira stellte die Fragmente dramaturgisch neu zusammen, ich schrieb mir meine Texte selbst und Marina hatte dann die Mammutaufgabe, um die 45 Schauspieler und Statisten aufzutreiben.

 

 

INTERVIEW MIT MIRA GITTNER

Bildgestaltung: Kamera und Schnitt / Drehbuch / Rolle: HEIDERÖSLEIN

 

Bildgestaltung

Da es um einen Videoblog geht, wollte ich auch unbedingt mit den verschiedenen Formaten spielen, um es möglichst authentisch zu gestalten. Das Leben ist selten schön ausgeleuchtet und farbkorrigiert. Und das soll auch zwischendurch immer wieder aufblitzen. Außerdem wollte ich die jeweiligen Situationen möglichst authentisch einfangen, also versuchen, den Schauspielern zu folgen und nicht umgekehrt. Die ARRI Alexa war die Hauptkamera, die von außen beobachtet. Und auch dank Steffen Neders Lichtgestaltung schön ausgeleuchtet und in Szene gesetzt. Als Videoblog-Kamera wurde eine CANON 500 DSLR-Kamera eingesetzt, da viele Videoblogger mit DSLR-Kameras arbeiten. Wichtig war mir auch die Darstellung eines Selfies mit dem Smartphone, das dann auch unbeschönigt (keine Farbkorrektur, kein Schnitt, keine schöne Ausleuchtung) die Situation der Alten Frau Fi(c)tion widergibt. Für einige der Fahrtaufnahmen haben wir eine WaspTact als ActionCam benutzt. Und die Wildkamera-Fi(c)ktion wurde mit einer original Wildkamera aufgezeichnet. Das war für mich die größte Herausforderung, da die Wildkamera nur einen Bewegungsauslöser hat und ich immer erst eine Bewegung vor der Kamera machen musste, damit sie aufzeichnet. Und sie nimmt immer nur 30 sec auf, dann muss sie wieder – durch eine erneute Bewegung- neu ausgelöst werden. Bis ich das herausgefunden hatte, waren Schwein und Hund schon ein paar Mal unaufgezeichnet durchs Bild marschiert.

 

Heideröslein

Was das HEIDERÖSLEIN bedeutet, habe ich noch nicht herausgefunden. Entstanden ist die Figur während einer Autofahrt und war von mir eher als Scherz gedacht. Ich hatte vorgeschlagen, daß es ja etwas geben könnte, was den ganzen Film hindurch immer wieder auftaucht. Und da wir gerade an einer Blumenwiese vorbeifuhren, sagte ich, zum Beispiel eine Blume. Die Rose taucht ja tatsächlich im ganzen Film immer wieder auf, sei es als Bild im Aufzug oder als Blätter bei dem Schlag Mich-Videoclip oder als Blume auf einem Tisch. Etwas später fragte mich Roland, was ich denn spielen möchte und da ich mit der Kamera genug ausgelastet bin und nur eine kleine Rolle mit möglichst wenig Text spielen wollte, sagte ich spontan: Ich spiele die Blume. Das war die Geburtsstunde des HEIDERÖSLEIN. Bis zum letzten Drehtag, an dem wir die Szenen gedreht haben, hielt ich das immer noch für einen Scherz. Aber Roland meinte nur, er habe gleich am Anfang die Idee dieser Figur gehabt, ich habe dann nur ausgesprochen, was er schon längst im Kopf hatte. Das nenne ich Teamwork.

 

Schnitt

Die große Herausforderung war es, die vielen einzelnen Episoden zu einem Ganzen zusammenzubringen. Es gab ja keine wirkliche Reihenfolge der Szenen. Nur der Anfang und das Ende waren klar. Also habe ich mir eine Pinnwand gebastelt, alle einzelnen Szenen darauf gesteckt und sie viele Male hin- und hergeschoben. Und irgendwann hat sich tatsächlich alles zusammengefügt.

 

 

INTERVIEW MIT MARINA ANNA EICH

Produzentin / Rolle: VERENA / Verleih / Presse

 

Wie waren die Dreharbeiten für Sie?

Eine Mischung aus Spaß, positivem Druck und großer Intensität. Sie gingen leider extrem schnell vorbei. Am letzten Drehtag habe ich immer noch nicht realisiert, dass wir einen Film gedreht haben.

Anfänglich stand mal im Raum, wir könnten ja einen kleinen, feinen Film machen, mit 2-3 Schauspielern an einem Drehort. Auf Grund der sich immer weiter entwickelnden Geschichte kamen auch immer mehr Charaktere hinzu, bis es letztlich, uns mal nicht mitgezählt, 45 Schauspieler und Statisten waren. Diese innerhalb kurzer Zeit zu organisieren (zumal viele davon mit Nacktheit keine Probleme haben sollten) und anschließend innerhalb der 4-wöchigen Drehzeit logistisch mit den über 11 Drehorten zu koordinieren, war eine wirkliche Herausforderung für mich.

Wenn man allerdings das, was man tut mit ganzem Herzen und mit Freude tut, dann ist mehr möglich als man denkt. Ein weiterer positiver Aspekt ist natürlich auch das Filmteam, das aus wenigen, sehr kompetenten Leuten bestand und somit ein ruhiges, schnelles und effektives Drehen möglich war. Jedenfalls kann ich behaupten, dass die Vorbereitungs- und Drehzeit des Films, auch wenn es manchmal den ein oder anderen stressigen Moment gab, sehr schön und lustig war.

 

Gibt es Anekdoten vom Dreh?

Ja, sie bezieht sich auf den Talkshow Dreh, der ziemlich am Schluss stattfand. Eine der Schauspielerinnen sagte aus persönlichen Gründen einen Tag vor dem Dreh ab. Da standen wir nun und ich überlegte, wie ich in der Kürze der Zeit eine weitere Schauspielerin besorgen könne. Nach interner Besprechung, kamen wir zum Ergebnis, dass ich den Part übernehme. Gott sei Dank war es nicht allzu viel Text, denn mein Hirn war nicht mehr ganz so aufnahmebereit, zudem passte sie ganz gut zu meiner Rolle.

Die Szene des Zirkusdirektors z.B. war anfänglich nicht so vorgesehen. Ursprünglich sollte sie in einem Kinosaal stattfinden. Am Abend vor dem Dreh kam Mira auf die Idee, diese Szene würde um einiges besser in eine Zirkusmanege passen. Zufällig gab es zwei Wanderzirkusse, die für ein paar Tage in der näheren Umgebung Station machten. Spontan fuhr ich dann am nächsten Morgen dorthin, um zu fragen, ob es möglich wäre, am selben Tag  für ein paar Stunden in der Manege zu drehen. So kam es, dass Familie Kaiser gerne die Drehgenehmigung erteilte und die Szene so in einem Zirkus stattfinden konnte. Bedingung war, dass der Dreh um 15 Uhr endete, da um 16 Uhr deren eigene Vorstellung begann.

 

 

INTERVIEW MIT ANDREAS PEGLER

Rolle: JÖRG

Wie waren die Dreharbeiten für Sie?

Die Tage mit dem wtp Team waren himmlisch! Ich hab sie alle ins Herz geschlossen und lasse sie nicht mehr raus. Und wenn ich auch die ganze Sexerei völlig überbewertet finde und mir Mädels grundsätzlich am besten gefallen, wenn sie was anhaben - düster erinnere ich mich an Zeiten wo das anders war, aber das ist lange her - so finde ich die Filme von wtp  doch großartig, einmalig, unverwechselbar und bin froh und stolz, bei Ihnen mitwirken zu dürfen.

 

Gibt es bei ihrer Rolle Parallelen zum eigenen Leben?

Nein, die Rolle hat, glaube ich, nichts mit mir zu tun. Höchstens ich mit der Rolle.

 

 

INTERVIEW MIT WOLFGANG SEIDENBERG

Rolle: LUDGER

Erzählen Sie etwas über Ihre Rolle. Gibt es Parallelen zum eigenen Leben?

LUDGER ringt mit seiner Rolle als Mann, gesellschaftlich, aber auch privat, in seiner Sexualität. Der ständige Diskurs über political correctness zwischen den Geschlechtern, der in einer absurden Talkshow gipfelt, stiftet nur noch größere Verwirrung. Das große Thema der wtp-Filme, - Anspruch und Wirklichkeit, Worthülse und Bedeutung, Tiefsinn und Stumpfsinn in der medialen Gesellschaft -, findet in den Figuren des neuen Films sicher eine neue Zuspitzung. In diesem Szenarium finde ich mich privat auch sehr wieder.

 

Wie waren die Dreharbeiten für Sie? Gibt es eine Anekdote vom Dreh?

Als „Ludger - der Pimmelfürst“ in wilden Träumen eine Jungfrau verfolgt und stellt, tauchte plötzlich eine Schildkröte am Set auf. Naja, irgendwie ein Symbol für den Gegensatz von Traum und Wirklichkeit.

 

 

INTERVIEW MIT IRIS BOSS

Rolle: JANA

Es ist Ihre erste Zusammenarbeit mit dem wtp-Team. Wie waren die Dreharbeiten?

Dadurch, dass ich sowohl Erfahrungen mit konventionellen Kino- und Fernsehproduktionen, als auch mit No- und Lowbudget-Produktionen habe, wusste ich im Groben, worauf ich mich einlasse. Trotzdem war ich beeindruckt von der extremen Produktivität des kleinen Teams. Man muss, bzw. darf bei dieser Art zu arbeiten sehr flexibel sein als Schauspieler. Irgendwie hat dann immer alles geklappt. Manchmal war die „Notlösung“ dann sogar die bessere. Ich mochte die künstlerische Freiheit, die es in diesem Ausmaß selten gibt. Die Atmosphäre am Set war immer gut und entspannt und jeder Drehort ein neues Highlight.

 

Erzählen Sie etwas zu Ihrer Rolle JANA.

JANA ist eine von vielen. Sie lässt ihr Leben im Jetzt immer noch von traumatischen Erfahrungen in ihrer Kindheit bestimmen, traut sich nicht, über die Grenzen zu gehen, die sie damals von ihrer Mutter gesteckt bekommen hat. Trotzdem ist sie ein zwar eher schüchterner, aber neugieriger und freundlicher Mensch. Durch die Begegnung mit NIKKI bekommt JANA die Gelegenheit, ihre andere, unterdrückte Seite zu entdecken. Sie bewundert sie für ihr konsequentes Leben ihrer ganz persönlichen Freiheit. Auch wenn JANA ihre Fantasien noch nicht leben kann, lässt sie es jetzt doch zu, dass die verdrängten Erinnerungen ans Tageslicht kommen und Träume von einem anderen Leben entstehen können.

 

 

INTERVIEW MIT AGNES THI-MAI

Rolle: MONIKA

Wie haben Sie wtp kennengelernt?

Als ich 2009 auf dem Filmfestival in Cannes war, um dort einen Kurzfilm zu präsentieren, war der Film ENGEL MIT SCHMUTZIGEN FLÜGELN dort in aller Munde. Seitdem kenne ich wtp Film und bin quasi Fan.

Erzählen Sie etwas über Ihre Rolle. Gibt es Parallelen zum eigenen Leben?

Meine Figur heißt MONIKA und sie kann Lust und Sexualität nur durch körperlichen Schmerz empfinden. Sie ist nur auf Schmerz fokussiert, diese Obsession bestimmt ihr Leben. Wenn ein Mann sie nicht so auspeitschen kann, wie sie es möchte, wird er ausgewechselt. Männer sind für sie reine Objekte und Mittel zum Zweck der persönlichen Befriedigung. Das finde ich sehr spannend. Die Rolle hat mit meiner privaten Person nicht viel zu tun, privat bin ich eher der anhängliche Kuschel Typ und ich versuche Schmerzen weitestgehend zu vermeiden.